🖨️ QR-Marketing - Werbung in schwarz-weiß

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Die meisten von uns kennen QR-Codes aus vielen verschiedenen Bereichen, wo sie einfach und schnell weiterführende Informationen über das Smartphone ermöglichen. Aber nicht nur zwecks Informationen, sondern auch als Marketinginstrument lassen sie sich von Unternehmen einsetzen.

Werbung mit QR-Codes - Marketing Blog | BĂĽcher von Marco Perner
Werbung mit QR-Codes? Das kann sich sehen lassen.

Was sind QR-Codes eigentlich?

QR steht für „Quick Response“, also „schnelle Reaktion“. Der Name klingt einleuchtend, denn die zweidimensionalen, binären Codes lassen sich mithilfe eines Scanners schnell lesen und dekodieren. Ursprünglich wurden die Codes als Hilfsmittel in der Logistik entwickelt - heutzutage werden die Grafiken am häufigsten dazu genutzt, um auf eine Webadresse weiterzuleiten.

Das geschieht meist einfach mit der Kamera des Smartphones - hier gibt es unzählige QR-Code-Scanner als App, viele Betriebssysteme haben zudem einen Scanner in der eigenen Kamera integriert.

Wie sind diese QR-Codes also fĂĽr das Marketing relevant?

Ganz einfach: Sie ermöglichen es zum Beispiel auf Druckprodukten, die Kunden einfach und unkompliziert zu weiteren Handlungen aufzufordern. Damit sind sie ein wichtiges Werkzeug bei der Lead-Generierung - ein „Lead“ ist übrigens ein Interessent, der sich für die Produkte oder Dienstleistungen des jeweiligen Unternehmens interessiert und durch weitere Handlungen - wie der Kontaktaufnahme oder automatisierten Zusendung weiterer Informationen - höchstwahrscheinlich zu einem Kunden wird.

In der Praxis sieht die Verwendung von QR-Codes zum Beispiel wie folgt aus: Ein Bekleidungshersteller bedruckt die eingenähten Etiketten mit unterschiedlichen QR-Codes. Sie führen die Kunden auf die Produktseiten des eigenen Online-Shops, wo sich weitere Kleidung befindet, die sich farblich perfekt zum gekauften Kleidungsstück ergänzen lässt. In diesem Fall werden die Codes also zur Umsatzsteigerung verwendet.

Ein weiteres Beispiel wäre die Platzierung von QR-Codes auf Lieferservice-Flyern eines Restaurants. Für jede Speise wird ein eigener QR-Code generiert, der das unkomplizierte Bestellen des jeweiligen Gerichts ermöglicht oder sie auch angerichtet in Form von Bildern oder eines Videos zeigt. Hier tragen die QR-Codes zu einem verbesserten Kundenerlebnis bei, was wiederum in zufriedeneren Kunden, besserer Reputation und wiederkehrenden Umsätzen resultiert.

Da QR-Codes zwar patentiert, aber kostenlos nutzbar sind, finden sich im Internet viele Websites zum Erstellen eigener, kommerziell nutzbarer Codes. Dabei sollte auf eine hohe Auflösung und einen guten Kontrast geachtet werden. Bei der Auswahl der Ziel-URL gibt es ebenfalls Dinge, die beachtet werden sollten.

Fehler bei Marketing mit QR-Codes

Zu den häufigsten Fehlern zählt zum Beispiel eine falsche oder veraltete Internetadresse. Wird eine Website geändert oder umstrukturiert, können zuvor erstellte QR-Codes auf fehlerhafte Seiten führen - nicht gerade die beste Kundenerfahrung.

Um dieses Problem vorab zu vermeiden, empfehlen sich statische Links. Hier wird der QR-Code auf eine Weiterleitung geführt, die auf die Zielseite verweist. Die Weiterleitung lässt sich jederzeit anpassen, wenn sich etwas ändern sollte - auf diese Weise lassen sich zuvor erstellte QR-Codes später auch für andere Zwecke einsetzen.

Da die Zielseiten von QR-Codes über Smartphones aufgerufen werden, ist es von höchster Wichtigkeit, dass sie für die mobile Ansicht optimiert sind. Responsive Webdesign ist heutzutage ein Must-have - nicht optimierte Websites sind für Kunden frustrierend.

Und was auf keinen Fall fehlen darf, ist der sogenannte „Call-to-Action“ (CTA). So bezeichnet man den Aufruf zum Handeln bei Kunden. In freier Wildbahn erkennt man ihn zum Beispiel in Werbeanzeigen an den Worten „Jetzt einkaufen!“ oder „Kostenlos registrieren“.

Werden QR-Codes ohne jeglichen Hinweis und CTA auf Druckprodukten platziert, werden nur wenige Kunden darauf reagieren. Ebenso wichtig ist der Call-to-Action auf der Zielseite des QR-Codes im Web - schlieĂźlich soll hier eine gewisse Handlung von den Kunden durchgefĂĽhrt werden, wie zum Beispiel der Kauf eines Produkts oder die Registrierung fĂĽr einen Newsletter.

Damit sich der Erfolg von QR-Codes auch messen lässt, kann man zudem Tracking-Links einsetzen. Hier könnte man jedem Code einen separaten Link zuweisen oder auch für eine ganze Kampagne denselben Parameter verwenden. Die Links könnte man entweder selbst erstellen oder auch einen der vielen Online-Services nutzen, die das kostenlose Erstellen von Tracking-Links anbieten. Alternativ lassen sich auch verschiedene Kennzahlen von Landing-Pages über Dienste wie Google Analytics einsehen.

Verschiedene Arten von QR-Codes

QR-Codes werden schon seit mehreren Jahrzehnten verwendet und existieren heute auch in einigen weiterentwickelten Formen.

Zum Beispiel als Micro-QR-Codes, die durch eine besonders kleine Abmessung überzeugen. Design-QR-Codes ermöglichen es hingegen, ein Logo oder Bild innerhalb des Codes einzufügen - dies erfolgt durch die Ausnutzung der automatischen Fehlerkorrektur bis zu einer gewissen Fläche des Codes. Hier gibt es auch die sogenannten Frame-QR-Codes, die wie ein Rahmen aufgebaut sind und in der Mitte eine leere Fläche für Logos oder Bilder bereithalten. Ein iQR-Code ermöglicht eine Darstellung als rechteckige Form und findet damit leichter Platz als die quadratische Form. Zuletzt gibt es dann noch den Secure-QR-Code, der das Verschlüsseln von Inhalten ermöglicht.

Wer seine vorhandenen Werbestrategien und die Kundenerfahrung verbessern will, der ist mit der Einbindung von QR-Codes gut beraten. Sie sind kostenlos nutzbar und lassen sich mit etwas Kreativität vielfältig einsetzen, wie wir anhand der Beispiele gesehen haben.

Man sollte allerdings darauf achten, nicht die klassischen Fehler zu begehen, die durch fehlerhafte oder veraltete Links entstehen.

Bis diese Technik in naher Zukunft womöglich durch Virtual Reality oder auch Augmented Reality abgelöst wird, ist der Einsatz von QR-Codes zur Umsatzsteigerung, verbesserten Nutzererfahrung und Neukundengewinnung jedenfalls sehr zu empfehlen.

Auszug aus dem Buch:

50 effiziente, gewinnbringende Marketingstrategien - Mehr Bekanntheit, mehr Kunden, mehr Umsatz

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